Dienstag, 15. Mai 2007

MEINE MOTIVATION ZU NACHHALTIGEM HANDELN

Was motiviert mich nachhaltig zu handeln? Bin ich denn überhaupt motiviert nachhaltig zu handeln?
Ich bin ein Naturmensch. Ich verbringe meine Freizeit draussen, vor allem in den Bergen. Immer wieder staune ich, wie vielseitig und wunderschön die Natur ist. Bewusst wurde mir das auch, als ich durch Australien gereist bin. Ich habe Landschaften gesehen, die ich noch nie gesehen hatte. Besonders der Regenwald hat mich total fasziniert. Die leuchtend grünen Bäume, die Tierlaute und die Klänge des Regens. Für mich ist es eine schreckliche Vorstellung, dass der Regenwald als solches nicht mehr existieren würde. Nicht nur aus der Sicht von meinen Nachkommen, sondern auch für die ganze Tierwelt.
Wenn ich mir das jetzt so durch den Kopf gehen lasse, ist meine Hauptmotivation, dass viele schöne Dinge, die uns die Natur bietet, für meine Nachkommen erhalten möchte.

Ich muss aber dazu auch ehrlich sagen, dass ich gerade eben nicht sehr motiviert bin nachhaltig zu handeln. Einmal abgesehen davon, dass ich sowieso sehr wenig Auto fahre, den Müll trenne usw. Der Grund für meine Motivationslosigkeit ist wahrscheinlich eine Trotzreaktion. Je länger wir dieses Mensch und Umwelt Modul besuchen, desto demotivierter bin ich. Ich finde diese ganze Angstmacherpolitik nicht angebracht. Auch dass es nun ständig den ganzen Montag Morgen heisst: Du musst, du sollst… Bei mir kommt so etwas nicht an. Im Gegenteil, so löscht es mir regelrecht ab. Wenn ich etwas unterstütze, dann muss es schon aus Eigeninitiative kommen und nicht nur weil es mir eingetrichtert wird.

Bezug zu unserem Blogthema:
Ich denke, dass jeder die Pflicht hat, Verantwortung gegenüber denjenigen Menschen haben, denen es nicht so gut geht wie uns. Mir persönlich ist es vor allem auch wichtig, dass man sich dabei nicht immer nur auf die armen Leute in anderen Teilen der Welt bezieht. Oft ist es vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich, aber auch mitten unter uns, gibt es viele Menschen, die arm sind, auf uns angewiesen sind.

3 Kommentare:

Tatj hat gesagt…

Ich finde das total spannend:)Du hast erwähnt,dass dich die Montagmorgen - Veranstaltungen demotivieren.Dies hat sich bei mir auf die andere Seite entwickelt.Schon vorher habe ich viele kleine Dinge in meinem Alltag gemacht, welche mit nachhaltigem Handeln zu tun haben.Erst jetzt ist es mir allerdings bewusst,sehe ich einen Grund dahinter.
Zum Gruppenblogthema möchte ich auch noch etwas ergänzen:Da geht es mir genauso...es gibt hier in der Nähe so viele Probleme, die endlich angegangen werden könnten - aber unsere Entwicklungshilfe läuft auf Afrika oder Asien.Es könnte auch bei uns investiert werden!

starsky hat gesagt…

Mir fällt es einfach schwierig, jede Woche etwas zu diesem Thema zu schreiben. An und für sich finde ich es wichtig und interessant, ich merke auch, was ich alles mache. Aber trotzdem fällt es mir teilweise schwer etwas dazu schreiben, ich habe das Gefühl ich wiederhole mich. Naja, aber eben Modulnachweis...
Zu eurem Blogthema, finde ich auch! Wir spenden Geld nach Afrika und wissen gar nicht, ob das Geld ankommt, etwas nützt oder ob es einfach für Waffen ausgegeben wird. Deshalb bin ich auch dafür, dass wir für die Menschen in unserer Umgebung spenden!
Selina Weber LGA04

Caro hat gesagt…

Genau so wie bei dir, muss ich bei mir festellen, dass ich mich momentan zwar sehr viel mit der Nachhaltigkeit beschäftige aber eigentlich ausser den kleinen Dingen, nichts wirkliches tue, um zum Beispiel die Natur nachhaltig zu unterstützen. In meinem Blogeintrag habe ich die Gründe dafür beim Gedanken "ich kann eh nicht viel bewirken" und "ich habe keine Zeit dafür" gesucht. Dein Argument mit der Angstmacherei, die einem ablöscht und demotiviert, sehe ich allerdings auch ein und könnte wohl auch bei mir ein Grund sein. Es war interessant zu lesen, dass nicht alle jetzt plötzlich nur noch nachhaltig handeln ;)