Vernetzungen in meinem Leben
Vernetzungen gibt es in unserem Leben zahlreiche, man sieht sie oft nur nicht auf Anhieb. Die wohl offensichtlichste ist das soziale Umfeld, sprich die Familie und der Bekanntenkreis. Doch gibt es im Alltag auch andere wichtige Vernetzungen.
Angefangen beim Frühstück. Bis ein Brot bei mir auf dem Tisch ist, sind bereits so viele Arbeitsschritte gemacht worden… Abgesehen von den Tieren und der Natur die die Rohstoffe liefern, braucht es viele Arbeiter, die in Fabriken oder Kleinbetrieben Brote herstellen. Die Betriebe selbst leben wiederum davon, dass ich ihr Produkt überhaupt kaufe. Vernetzungen sind stets Wechselseitige Beziehungen.
Gleich nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof. Auch dort wiederum eine für mich wichtige Vernetzung. Ich kann den Zug nur benützen, da es Arbeiter gibt, die um diese Zeit schon fleissig sind. Der Lokführer fährt mich sicher durchs Rheintal, der Kondukteur kontrolliert mein Billet und der Verkäufer von der RailBar lässt seine Gäste nicht verhungern. Mein Teil in diesem System ist die Fahrt selbst, und die Bezahlung des Tickets. Je mehr wir Zug fahren, desto mehr Geld nimmt die SBB ein. Das Wiederum wirkt sich auf den Komfort in den Zügen aus (man kann neue, noch angenehmere Modelle herstellen) und auf den Fahrplan. Je mehr das Angebot der SBB genutzt wird, desto bessere Verbindungen können diese anbieten, da ihnen mehr Geld zur Verfügung steht.
An der PHR angekommen, bin nicht nur ich von der Institution und den Dozenten abhängig, ohne die ich mich nicht weiterbilden könnte. Auch die PHR lebt von uns Studenten. Was nützt eine Schule ohne Schüler?
Ich breche an dieser Stelle ab, sonst würde die Liste unendlich lange werden…
In Bezug auf unser Thema gibt es auch einige Vernetzungen. Grosse Betriebe zum Beispiel sind (leider) angewiesen auf billige Arbeitskräfte. Müssten sie mehr Geld für deren Entlöhnung ausgeben, wäre die Produktion bedeutend teurer und somit auch das Endprodukt auf dem Markt. Ist das Produkt zu teuer, wird es nicht mehr so oft verkauft und die Firma, muss wiederum die Produktionskosten senken um Profit zu machen. Darunter leiden dann die Arbeiter oder die Qualität des Produkts.
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5 Kommentare:
Ich bin ganz deiner Meinung. Obwohl es für uns selbstversändlich ist und wir selten darüber nachdenken, gibt es unglaublich viele Vernetzungen in unserem Alltag! Damit wir mit dem Zug nach Rorschach fahren können, arbeiten unzählige von Menschen. Doch ohne diese Wechselwirkungen würde unsere Wirtschaft auch gar nicht funktionieren... Trotzdem ist es gut, einmal intensiv darüber nachzudenken!
Es ist erstaunlich wie gut unser System funktioniert. Jeder ist irgendwie von anderen abhängig. Ohne den Bäcker hätten wir kein Brot. Gleichzeitig braucht der Bäcker Kunden, sonst könnte er nicht existieren. Wie du in deinem Beitrag beschrieben hast, läuft unser ganzer Alltag auf diese Weise ab.
RailBar auf der Rheintal-Linie? Habe ich das jetzt richtig verstanden? ;o)
Du hast die Vernetzungen in deinem Alltag gut dargestellt. Als ich im untersten Abschnitt von den billigen Arbeitskräften las, ist mir etwas in den Sinn gekommen: Ich habe fast ein Jahr in einem Hotel/Restaurant gearbeitet. In der Küche waren kaum Schweizer Leute beschäftigt. Wieso? Weil Menschen mit Migrationshintergrund die gleiche Ausbildungen haben und nur die Hälfte des Lohnes von einem Schweizer Koch erhalten! Wahrscheinlich gäbe es aber genügend Schweizer Köche, die gerne einen Job hätten. Da sieht man mal wieder: Geld regiert die Welt...
Doris Reichmuth, LG04F
Unser Leben ist wirklich geprägt von unzähligen Wechselwirkungen. Wir sind von so vielen Menschen, Sachen und auch Tieren abhängig um unser Leben so zu führen wie wir es uns gewohnt sind. Umgekehrt sind viele diese aber alle auch abhängig von uns.
Die unangenehmen und unfairen Vernetzungen, die unser bequemes Leben ermöglichen, sehen wir aber leider viel zu oft nicht! Es ist für uns viel angenehmer die Tatsache zu ignorieren, dass es für billige Produkte auch billige Arbeitskräfte braucht!
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