Montag, 21. Mai 2007

Analyse und Weiterentwicklung einer Unterrichtseinheit zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE): Plakat Unterstufe „Mäuse“


Wir haben uns für ein Plakat aus der Unterstufe entschieden, da unsere Bloggruppe aus Studentinnen des Diplomtyps A und B besteht. So haben wir uns in der Mitte getroffen. Das Plakat mit dem Thema „Maus“ hat uns angesprochen, da uns die kleinen Nager gefallen.

Unterschiede zu herkömmlichen Unterrichtseinheiten haben wir folgende gefunden:
-->Das Thema Tierversuche mit Mäusen wird aufgegriffen. Die Kinder sehen die Vernetzungen zwischen Mensch, Tier, Medikament.
-->Die Kinder müssen herausfinden, was ein abgebranntes Haus mit einer Maus zu tun haben könnte. Sie lernen, dass durch einen Kabelbiss von einer Maus ein Brand entstehen kann. Auch hier lernen sie die vielen Zusammenhänge zwischen dem Tier, den Menschen und der Technik. Auf der einen Seite den Zusammenhang zwischen dem Mensch und der fortschrittlichen Technik, und auf der anderen Seite die Natur, die Maus.
-->Der Umgang mit Mäusen, Tieren wird thematisiert. Wie soll der Mensch die Tiere behandeln, dass diese nicht aussterben.
-->Die Kinder lernen, dass es eigentlich nicht schlimm ist, wenn eine Maus von einem Feind gefressen wird, da es Teil eines grossen Systems ist. Könnten andere Tiere zum Beispiel keine Mäuse essen, würden diese hungern. Da sich Mäuse stark vermehren, wird sie trotz ihren Feinden überleben.
-->Zusammenfassend kann man sagen, dass am Beispiel der Maus viele andere Themen angesprochen werden, die alle in dem System Maus zu finden sind.

Folgende Teilkompetenzen werden angestrebt:
-->Sie können die Reichweite ihres eigenen Wissens unterschiedliche einschätzen und sind beriet, ihre eigene Perspektive zu der Anderer in Beziehung zu setzen und zu hinterfragen
-->Sie sind bereit, individuell und kollektiv Verantwortung zu übernehmen für die Lebensumstände ihrer Mitmenschen, künftiger Generationen und nichtmenschlicher Lebewasen
sie verstehen, warum Wissen aus verschiedenen Fachgebieten und Perspektiven verschiedener Akteure zusammengeführt werden müssen, um zu begründeten Entscheidungen hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung zu gelangen
-->Sie können, bezogen auf den Kontext der Nachhaltigkeit, Vor- und Nachteile sowie Reichweite von partizipativ getroffenen Entscheidungen diskutieren.
-->Sie können die Realisierbarkeit einer Vision beurteilen, die zu verändernden Rahmenbedingungen benennen und daraus Massnahmen und Konsequenzen für das eigene und das gesellschaftliche Handeln formulieren.

Mit welchen didaktischen Prinzipien wird gearbeitet?
Allgemeine Prinzipien:
-->Entdeckendes Lernen --> Kinder haben Mäuse im Unterricht, sie beobachten, forschen und finden selber Lösungen
-->Handlungs- und Reflexionsorientierung --> Kinder lernen durch Rollenspiele verschiedene Sichtweisen kennen und besprechen diese
-->Zugänglichkeit --> Tiere sind aus der Erlebenswelt des Kindes, direkte leibliche Auseinandersetzung

Spezifische Prinzipien:
-->Visionsorientierung --> Sie beschäftigen sich mit der Frage, ob man alle Mäuse ausrotten sollte
-->Vernetzendes Lernen --> Mäuse werden in verschiedene Systeme eingereiht. Ökologie, Ökonomie, Soziales

Welche weiteren Kompetenzen könnten mit der Unterrichtseinheit angestrebt werden?
-Sie können verschiedene Gerechtigkeitsvorstellungen und die Legitimität von Bedürfnissen diskutieren.
-->Das könnte anhand des Beispiels der Tierversuche geschehen. Ist es gerecht, dass man Medikamente an Tieren testet? Ist es gerecht dass man Medikamente allenfalls an Menschen testet?

-Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trend der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich daraus für verschiedene Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für de Gesamtgesellschaft ergeben.
--> Momentan ist es ein grosser Trend Mäuse als Haustiere zu haben. Wilde Mäuse aber töten wir.



Umsetzungsmöglichkeiten didaktischer Prinzipien:
Vernetztes Lernen
--> Was hätte die Ausrodung der Mäuse in verschiedenen Ländern zur Folge.
Bei uns wäre es ein Ungleichgewicht in der Natur. Auf den Feldern wäre die Ernte weniger beschädigt.
In Afrika gäbe es keine Mäuseplagen mehr, die Ernte wäre nicht in Gefahr.
In Asien gäbe es keine Mäusedelikatessen mehr.

tatjana bänziger, katrin müller, nadine bischof

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