Mittwoch, 30. Mai 2007
Die Natur und ich
Ich finde es extrem wertvoll, dass wir die Möglichkeit haben, uns in die Natur zurück zu ziehen und sie in vollen Zügen zu geniessen. Aufgrund der heutigen Konsumgesellschaft wird dies jedoch immer seltener wahrgenommen und ausgelebt.
In meiner Kindheit verbrachte ich sehr viel Zeit in der Natur. Schon damals half sie mir, mich zu entspannen oder wieder auf den Boden zu kommen wenn ich wütend war. Was für eine Wirkung die Natur auf mich hat, fasziniert mich extrem. Ich sehe mich als Teil von ihr und es beeindruckt mich immer wieder aufs Neue, wenn ich durch direkte Begegnungen mit Naturgewalten zu spüren bekomme, wie klein und schwach ich im Vergleich mit der Natur bin. Ein sehr eindrücklicher Moment war für mich, als ich bei einem Sturm an der Atlantikküste das Meer beobachtete. Die Wellen waren riesig gross und wild. Ich hatte es beim Schwimmen schon mit halb so hohen Wellen zu tun, wie die, die ich nun sah. Schon diese kleineren Wellen hatten eine enorme Kraft. Wenn ich falsch in eine Welle hinein schwamm, wirbelte es mich unter Wasser umher und ich fühlte mich wie ein kleiner Wurm. Mir wurde damals richtig stark bewusst, wie viel Kraft und Energie in der Natur stecken kann.
Oft denken wir nicht, daran, dass wir unsere Umwelt bis aufs Äusserste strapazieren. Für mich haben direkte Begegnungen mit der Natur jeweils eine sehr ernüchternde Wirkung. Ich verspüre ich das Bedürfnis, sie so lange wie möglich so zu erhalten, wie sie jetzt ist. Ausserdem merke ich, dass wir, auch wenn wir dies oft vergessen, nicht eine Macht haben, die alles Verändern kann. Es geht schlussendlich darum, ein Zusammenleben mit der Natur zu gestalten, indem wir sie als unser schützenswerter Lebensraum- als Teil von uns- ansehen. Wir sollten ihre Grenzen beachten, sie geniessen, schützen und wertschätzen.
Einen Zusammenhang zum Blogthema kann ich nicht finden.
Dienstag, 29. Mai 2007
Die Natur und ich als Teil davon
Besonders schön fand ich, als ich an einem Abend am See sass. Da sind die Badegäste weg, die Stille kommt. Am See ist es meistens am Abend etwas kühl, man spürt die Natur somit direkt auf der Haut. Besonders schön finde ich es, einfach auf der Wiese zu liegen und die Sterne zu betrachten. Bis heute verstehe ich leider die verschiedenen Sternformationen viel zu wenig, trotzdem hat es für mich eine sehr befriedigende und entspannende Wirkung, die Sterne zu betrachten.
Leider habe ich an diesem Abend auch festgestellt, dass ich mich in den letzten Jahren doch von der Natur entfernt habe, einen anderen Bezug dazu habe. So hat es mich gestört und tatsächlich auch ein wenig geeckelt - als ich so da in der Wiese lag - was da alles über mich gekrochen und gekrabbelt ist. Ich kann mich daran erinnern, dass ich als Kind die meiste Zeit in der Natur verbracht habe, sehr naturnah war. Die Tiere, welche ich im Garten, in der Erde oder im Wald entdeckt habe, haben mir überhaupt nichts ausgemacht. Ich habe sie herumgetragen, für sie ein Haus aus Moos gebaut oder sie vor irgendwelchen Strassen gerettet. Heute bin ich jedoch froh, wenn ich all den Käfern und Würmern nicht zu nahe komme. Woran das liegen mag?
Besonders schön finde ich an der Begegnung mit der Natur, dass ich sie immer wieder mit allen Sinnen so intensiv wahrnehme. So rieche ich die Pflanzen, spüre das weiche Gras, sehe die farbigen Blumen, ...
Montag, 28. Mai 2007
Wenn dass nicht einmal eine sinnvolle Aufgabe ist!!!
Meiner Meinung nach, setzten sich viele Menschen zu wenig mit der Natur auseinander. Ich selber aber brauche solche Momente um abschalten zu können.
Auch dieses Wochenende bin ich mit drei Kollegen auf eine längere Wanderung. Wir haben den Vilan bestiegen. Dabei habe ich mit Entsetzen festgestellt, wie weit die Autobahn noch zu hören ist! (Der Vilan befindet sich im Bündnerland, in der Nähe von Landquart. Man kann also direkt auf die Autobahnstrecke Sargans – Chur hinunter sehen.) Ich habe mich dann gefragt, ob das vielleicht nur gerade an diesem Tag so gut zu hören war, da es viel Ferienverkehr gab. Eine andere Erklärung wäre der Wind. Es hat an diesem Tag sehr stark gewindet, was auch einen Einfluss auf den Lärmpegel gehabt haben könnte. Gut möglich… Ich habe mich dann auch wieder einmal gefragt, wieso denn alle immer in die Ferien wollen, wenn sie nicht mal alle „Schönheiten“ ihrer eigenen Umgebung kennen. Wie heisst es doch so schön: Das Schöne liegt oft sehr nah! Aber das ist ein anderes Thema…
Trotz all den möglichen Erklärungen, hat es mich trotzdem recht beschäftigt. Oben auf dem Gipfel war dann aber endgültig nichts mehr zu hören. Diese Ruhe geniesse ich jeweils sehr. Wir Menschen sind rund um die Uhr so vielen Tönen, akustischen Reizen ausgesetzt, dass wir manchmal vergessen, was totale Stille überhaupt bedeutet. Dieses Wochenende war die Stille besonders intensiv, da dank dem Wetter nicht allzu viele Leute in den Bergen unterwegs waren. Besonders schön ist zu dieser Zeit, abgesehen von der Stille, auch der Bergfrühling. Ich finde es faszinierend, welche Pflanzen man alle findet. Von Enzian über Narzissen war alles vorhanden. Ich finde solche Begegnungen mit der Natur sehr wertvoll!!
Zu unserem Blogthema finde ich keinen direkten Bezug.
Freitag, 25. Mai 2007
Agenda 21 und globale Partnerschaft
Schule und ausserschulische Partner wirken zusammen
Es ist bekannt, dass die Zusammenarbeit zwischen der Schule und ausserschulischen Partnern sehr reichhaltig ist und beide Seiten davon profitieren. So geht es darum, dass die Schüler / innen reale Verantwortung über ein Bereich übernehmen, sich dort aktiv beteiligen.
Dies finde ich einen guten Ansatz, da die Kinder auch für ihr eigenes Leben Verantwortung übernehmen lernen müssen. Ausserdem können die Kinder sich mit etwas auseinandersetzen, was sie interessiert. Jeder darf etwas anderes machen. So kann das Kind das wählen, wo es bereit ist, wirklich dahinter zu stehen.
Eine Arbeit in diese Richtung könnte ich mir sehr gut mit meinem eigenen Schülern / innnen vorstellen. Es bilden sich so auch verschiedene Experten, welche die Klasse mit ihrem Wissen bereichern.
Ein weiterer wichtiger Punkt aus diesem Textabschnitt finde ich:
Die Kinder verbringen einen grossen Teil ihres Tages in der Schule. Deshalb ist es wichtig, dass die Schule ein Lebensort ist, nicht nur ein Lernort. Ein Lebensort muss Verantwortung übernehmen für die Erhaltung und Sorgfalt im Umgang.
Anschliessend wird im Text erwähnt, dass es bei den Katastrophen, welche die Menschheit geprägt hat nicht am fehlenden Wissen scheiterte, sondern am Gebrauch diese Kenntnisse. Ich denke in diesem Bereich sind wir völlig stehen geblieben. Auch heute wissen wir, wie schädlich gewisse Dinge sind, doch machen möchte niemand etwas dagegen.
Beim Lesen dieses Artikels sind mir einige Sachen ins Auge gesprungen.
1. Es ist wichtig, keine Schock-Pädagogik zu betreiben, indem man krasse Bilder zeigt. Das heisst nicht, dass schwierige Themen gar nicht aufgegriffen werden. Es geht nur um eine passende Präsentation und Darstelung
2. Viele nachhaltige Themenbereiche sollten fächerübergreifend gestaltet
werden. Doppelungen sollten dabei aber vermieden werden.
Am meisten beeindruckt hat mich jedoch die öffentliche Präsentation. Ich
denke, dass es für die Kinder spannend ist, ihre Arbeiten, Fragen und
Anregungen an die Öffentlichkeit zu bringen. So können Schaufenster von
Einkaufshäusern als Ausstellungsfläche dienen, Interviews zu
verschiedensten Themen können durchgeführt und ausgewertet werden,
Umfragen können durchgeführt werden,......
Mit dieser Methode werden nicht nur die Inhalte gut vertieft, sondern auch wesentliche Schlüsselbereiche gefördert. Unter anderem werden die Kommunikationskompetenz und die Verhaltenssicherheit sehr gut geeübt un gefestigt. Gleichzeitig ist das Ganze noch Fächerübergreifend. Man kann Gestalterisches
, Sprachliches, Soziales, und noch viel mehr miteinander verbinden. So
erkennen die Kinder, dass die einzelnen Fachbereiche nicht voneinander
isoliert sind, sondern eng miteinander verbunden werden können.
Was mir auch noch gefallen hat, ist die Idee mit dem internationalen
Kontakt. Es erscheint mir sehr sinnvoll, ein Land vertieft zu behandeln
und auch direkt mit den Menschen dieses Landes in Kontakt zu treten.
Ich denke, dass dies sehr motivierend für die Kinder sein kann.
Bezug zum Blog-Thema:
Ich denke, dass die öffentliche Präsentation mit unserem Thema verbunden werden kann. Einerseits könnte das Thema an sich in der Öffenlichkeit
präsentiert werden um so die Menschen darauf aufmerksam zu machen.
Andererseits könnten die Kinder direkten Kontakt mit solchen Personen
herstellen. Dies finde ich jedoch sehr heikel und ich würde es mit
meiner Klasse auch nicht machen.
Mittwoch, 23. Mai 2007
Beim Lesen des Textes „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Globale Perspektiven und neue Kommunikationsmedien“ sind mir einige Dinge besonders ins Auge gestochen:
Jedes Thema kann von Kindern und für Kinder erschlossen werden.
Ich finde es wichtig, dass man sich auch schon in der Unterstufe oder sogar im Kindergarten nicht scheut solche Themen zu behandeln, anzusprechen. Es ist natürlich ganz klar, dass sich nicht jedes Thema für jedes Alter und zu jedem Zeitpunkt eignet, aber bereits im Kindergarten können kleine Sachen wie „der Abfall gehört in den Eimer und nicht in die Natur“ thematisiert werden.
Der Text sagt aber, dass es wichtig ist, bei einer sachlich – fachlichen Auseinandersetzung, immer folgende Punkte zu besprechen:
- Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen der Welt?
- Was werden die Folgen des Handelns und des Nicht-Handelns sein zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Welt?
- Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit?
Öffentliche Präsentationen
Ein Punkt, den ich persönlich auch sehr spannend finde, ist das öffentliche Präsentieren der Arbeiten. Für mich war das als Kind immer eine grosse Motivation, wenn ich gewusst habe, dass wir die Zeichnungen, oder was auch immer, öffentlich zur Schau stellen durften.
Mir persönlich hat die Idee mit dem Einrichten eines Schaufensters sehr gefallen. Daran hätte ich in dieser Form gar nie gedacht. Fragen kostet ja nichts!
In diesem Zusammenhang komme ich auch auf unser Blogthema zu sprechen. Ich könnte mir vorstellen, mit den Kindern zum Beispiel eine Aktion wie Flohmarkt, Auto putzen oder dergleichen durchzuführen, also Öffentlichkeitsarbeit, und den Erlös an eine Stiftung zu geben. Es gibt einige Organisationen in der Schweiz, die arme Menschen in der Schweiz unterstützen, die auf jede Hilfe angewiesen sind.
Montag, 21. Mai 2007
Wir haben uns für ein Plakat aus der Unterstufe entschieden, da unsere Bloggruppe aus Studentinnen des Diplomtyps A und B besteht. So haben wir uns in der Mitte getroffen. Das Plakat mit dem Thema „Maus“ hat uns angesprochen, da uns die kleinen Nager gefallen.
Unterschiede zu herkömmlichen Unterrichtseinheiten haben wir folgende gefunden:
-->Das Thema Tierversuche mit Mäusen wird aufgegriffen. Die Kinder sehen die Vernetzungen zwischen Mensch, Tier, Medikament.
-->Die Kinder müssen herausfinden, was ein abgebranntes Haus mit einer Maus zu tun haben könnte. Sie lernen, dass durch einen Kabelbiss von einer Maus ein Brand entstehen kann. Auch hier lernen sie die vielen Zusammenhänge zwischen dem Tier, den Menschen und der Technik. Auf der einen Seite den Zusammenhang zwischen dem Mensch und der fortschrittlichen Technik, und auf der anderen Seite die Natur, die Maus.
-->Der Umgang mit Mäusen, Tieren wird thematisiert. Wie soll der Mensch die Tiere behandeln, dass diese nicht aussterben.
-->Die Kinder lernen, dass es eigentlich nicht schlimm ist, wenn eine Maus von einem Feind gefressen wird, da es Teil eines grossen Systems ist. Könnten andere Tiere zum Beispiel keine Mäuse essen, würden diese hungern. Da sich Mäuse stark vermehren, wird sie trotz ihren Feinden überleben.
-->Zusammenfassend kann man sagen, dass am Beispiel der Maus viele andere Themen angesprochen werden, die alle in dem System Maus zu finden sind.
Folgende Teilkompetenzen werden angestrebt:
-->Sie können die Reichweite ihres eigenen Wissens unterschiedliche einschätzen und sind beriet, ihre eigene Perspektive zu der Anderer in Beziehung zu setzen und zu hinterfragen
-->Sie sind bereit, individuell und kollektiv Verantwortung zu übernehmen für die Lebensumstände ihrer Mitmenschen, künftiger Generationen und nichtmenschlicher Lebewasen
sie verstehen, warum Wissen aus verschiedenen Fachgebieten und Perspektiven verschiedener Akteure zusammengeführt werden müssen, um zu begründeten Entscheidungen hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung zu gelangen
-->Sie können, bezogen auf den Kontext der Nachhaltigkeit, Vor- und Nachteile sowie Reichweite von partizipativ getroffenen Entscheidungen diskutieren.
-->Sie können die Realisierbarkeit einer Vision beurteilen, die zu verändernden Rahmenbedingungen benennen und daraus Massnahmen und Konsequenzen für das eigene und das gesellschaftliche Handeln formulieren.
Allgemeine Prinzipien:
-->Entdeckendes Lernen --> Kinder haben Mäuse im Unterricht, sie beobachten, forschen und finden selber Lösungen
-->Handlungs- und Reflexionsorientierung --> Kinder lernen durch Rollenspiele verschiedene Sichtweisen kennen und besprechen diese
-->Zugänglichkeit --> Tiere sind aus der Erlebenswelt des Kindes, direkte leibliche Auseinandersetzung
Spezifische Prinzipien:
-->Visionsorientierung --> Sie beschäftigen sich mit der Frage, ob man alle Mäuse ausrotten sollte
-->Vernetzendes Lernen --> Mäuse werden in verschiedene Systeme eingereiht. Ökologie, Ökonomie, Soziales
Welche weiteren Kompetenzen könnten mit der Unterrichtseinheit angestrebt werden?
-Sie können verschiedene Gerechtigkeitsvorstellungen und die Legitimität von Bedürfnissen diskutieren.
-->Das könnte anhand des Beispiels der Tierversuche geschehen. Ist es gerecht, dass man Medikamente an Tieren testet? Ist es gerecht dass man Medikamente allenfalls an Menschen testet?
-Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trend der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich daraus für verschiedene Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für de Gesamtgesellschaft ergeben.
--> Momentan ist es ein grosser Trend Mäuse als Haustiere zu haben. Wilde Mäuse aber töten wir.
Umsetzungsmöglichkeiten didaktischer Prinzipien:
Vernetztes Lernen
--> Was hätte die Ausrodung der Mäuse in verschiedenen Ländern zur Folge.
Bei uns wäre es ein Ungleichgewicht in der Natur. Auf den Feldern wäre die Ernte weniger beschädigt.
In Afrika gäbe es keine Mäuseplagen mehr, die Ernte wäre nicht in Gefahr.
In Asien gäbe es keine Mäusedelikatessen mehr.
tatjana bänziger, katrin müller, nadine bischof
Dienstag, 15. Mai 2007
Für mich ist ein sehr wichtiger Grund für nachhaltiges Handeln, unseren natürlichen Lebensraum zu schützen und zu erhalten. Mir ist es wichtig, dass ich mich hin und wieder in einer schönen Natur zurückziehen kann. Ich finde auch die unterschiedlichen Landschaften, die es auf dieser Welt gibt sehr eindrücklich und wertvoll. Aus diesem Grund stört es mich auch extrem, wenn zum Beispiel achtlos überall Abfall auf den Boden geworfen wird. Ich hatte das Glück, in meiner Kindheit meine Freizeit sehr oft in der Natur verbringen zu können. Schon damals wurde ich sehr wütend, wenn ich irgendwelche Anzeichen von Umweltverschmutzungen feststellte.
Es ist mir wichtig, dass auch meine Kinder, Enkelkinder und weitere Nachkommen, in einer schönen, vielfältigen Natur aufwachsen können. Es wäre schade, wenn sie nur noch von Naturkatastrophen geplagt würden und in einer kargen Einöde leben müssten.
Ein weiterer Grund für nachhaltiges Handeln ist der Erhalt der natürlichen Ressourcen. Über Jahrtausende reichten die natürlichen Bestände aus und keiner musste sich viele Gedanken über deren Verbrauch machen. Nun sehen wir einem Ende dieser Ressourcen entgegen und trotzdem ist niemand bereit, konsequent etwas dagegen zu tun. Wer lässt schon freiwillig sein Auto zu Hause stehen? Wer will auf eine warm geheizte Wohnung verzichten? Wer will allgemein auf Bequemlichkeit und Wohlstand verzichten?
Für mich ist es zwar kein Problem, in einer schwach geheizten Wohnung zu leben oder den Stromverbrauch zu minimieren. Um das Auto bin ich aber leider immer wieder froh. Gerade auf dem Land ist man oft auf ein Auto angewiesen.
Meine Hauptmotivation liegt also darin, die Natur mit all ihren Schönheiten und Ressourcen für mich und meine Nachkommen zu erhalten und um Naturkatastrophen zu vermeiden. Ich finde, dass man mögliches nachhaltiges Handeln mehr publizieren müsste. Oft fällt einem eine einfache Möglichkeit dafür gar nicht ein, würde es aber tun wenn man davon wüsste.
Einen Bezug zum Blogthema finde ich bei diesem Beitrag nicht, da meine Motivation die Armut in der Schweiz nicht einschliesst.
Motivation zum nachhaltigen Handeln
Ich habe für mich gemerkt, dass mir die Natur sehr wichtig ist. Ich mag die Vielfalt der Blumen und Pflanzen. Für mich ist es wertvoll, einen eigenen Garten zu haben und sein eigenes Gemüse essen zu können. Da ich das auch in der Zukunft gerne hätte, auch meine Kinder / Grosskinder in einer vielfältigen Natur aufwachsen sehen möchte, bin ich gerne bereit, hier etwas zu tun. Ausserdem ist es meiner Meinung nach nicht richtig, dass sich der Mensch über die Tiere und Pflanzen stellt. Die Natur funktioniert auch ohne unseres Zutun... wir aber nicht ohne sie. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, sie zu achten und zu schützen.
Wie weiter oben erwähnt, würde ich später eine eigene Familie als eine Bereicherung meines eigenen Lebens sehen. Aus diesem Grund ist es mir wichtig, meinen Nachkommen eine Welt zu hinterlassen, auf welcher sie leben können. Sie sollen darauf gesund bleiben können und sich entwickeln.
Was motiviert mich nachhaltig zu handeln? Bin ich denn überhaupt motiviert nachhaltig zu handeln?
Ich bin ein Naturmensch. Ich verbringe meine Freizeit draussen, vor allem in den Bergen. Immer wieder staune ich, wie vielseitig und wunderschön die Natur ist. Bewusst wurde mir das auch, als ich durch Australien gereist bin. Ich habe Landschaften gesehen, die ich noch nie gesehen hatte. Besonders der Regenwald hat mich total fasziniert. Die leuchtend grünen Bäume, die Tierlaute und die Klänge des Regens. Für mich ist es eine schreckliche Vorstellung, dass der Regenwald als solches nicht mehr existieren würde. Nicht nur aus der Sicht von meinen Nachkommen, sondern auch für die ganze Tierwelt.
Wenn ich mir das jetzt so durch den Kopf gehen lasse, ist meine Hauptmotivation, dass viele schöne Dinge, die uns die Natur bietet, für meine Nachkommen erhalten möchte.
Ich muss aber dazu auch ehrlich sagen, dass ich gerade eben nicht sehr motiviert bin nachhaltig zu handeln. Einmal abgesehen davon, dass ich sowieso sehr wenig Auto fahre, den Müll trenne usw. Der Grund für meine Motivationslosigkeit ist wahrscheinlich eine Trotzreaktion. Je länger wir dieses Mensch und Umwelt Modul besuchen, desto demotivierter bin ich. Ich finde diese ganze Angstmacherpolitik nicht angebracht. Auch dass es nun ständig den ganzen Montag Morgen heisst: Du musst, du sollst… Bei mir kommt so etwas nicht an. Im Gegenteil, so löscht es mir regelrecht ab. Wenn ich etwas unterstütze, dann muss es schon aus Eigeninitiative kommen und nicht nur weil es mir eingetrichtert wird.
Bezug zu unserem Blogthema:
Ich denke, dass jeder die Pflicht hat, Verantwortung gegenüber denjenigen Menschen haben, denen es nicht so gut geht wie uns. Mir persönlich ist es vor allem auch wichtig, dass man sich dabei nicht immer nur auf die armen Leute in anderen Teilen der Welt bezieht. Oft ist es vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich, aber auch mitten unter uns, gibt es viele Menschen, die arm sind, auf uns angewiesen sind.
Donnerstag, 10. Mai 2007
Erstes Feedback und einige Impulse / Idee meinerseits
Ich habe zum Post von „naidn / 7. mai“ die Vernetzung als Kommentar noch etwas weiter geführt.
Die Vernetzungen sind eigentlich gigantisch: Wenn ich mir überlege, was es alles an Erfindungen, Konstruktion, an Arbeiten brauchte, bis ein Eisenbahnzug dasteht, der uns mitnimmt. Der Bau der Schienen, die Schwellen (früher Eichenholz, das über Jahrhunderte herangewachsen war), die Sicherheit, die Elektrizität, die ja auch produziert werden musst in Kraftwerken, die gebaut wurden, ... Da haben tausende von Leuten für uns gearbeitet, die Erde „gab“ die Rohstoffe – all dies weitergeben und Neues von uns an nächste Generationen ...
Haben Sie heute in 20min die Meldung gesehen: der Kanton TG büsst in Zukunft Personen die Abfall wegwerfen mit bis Fr. 300.-! --- und die Meldung, dass das erste mit Sonnenenergie betriebene Boot den Atlantik überquert hat. Werbung für Sonnenenergie!
Noch ein Gedanke zum Einkaufen: Warum nicht saisongerechte Gemüse und Früchte einkaufen? Ich kaufe prinzipiell keine Trauben aus Südafrika (jetzt im Frühling), keine eingeflogenen Spargeln aus Peru, Mexiko, Kalifornien im März usw. Wenn dies viele konsequent tun, verändert dies schon einiges!
Ich bin gespannt auf die weitern Posts!
Mittwoch, 9. Mai 2007
Vernetzungen
Gestern stand ich in der Migros vor dem Gemüse und Obst. Ich fragte mich, woher diese ganzen Sachen wohl kommen. Wird ein grosser Teil in der Schweiz angebaut, oder wird vieles importiert? Beim genaueren Betrachten musste ich dann feststellen, dass sehr viele exotische Sachen angeboten werden, die ganz sicher einen weiten Weg hinter sich haben. Zum Teil wurden sie wahrscheinlich von schlecht bezahlten Menschen angebaut und geerntet, um dann per Flugzeug, Schiff und/oder Lastwagen in der Schweiz anzukommen. Dort landen sie in verschiedenen Grossfilialen, wo sie dann an uns verkauft werden. Diese exotischen Lebensmittel haben also meistens einen relativ langen Weg hinter sich, der oft nicht sehr umweltverträglich ist!
Aber auch Gemüse und Früchte, die bei uns einheimisch wären, kommen oft aus anderen Ländern. Zum Beispiel die Tomaten kommen häufig aus Spanien. Sie werden dort im warmen Klima angepflanzt, aufgezogen und schlussendlich auch geerntet. Von dort aus werden sie dann in die Schweiz transportiert. Dasselbe gilt auch für Erdbeeren und viele anderen Lebensmittel. Es ist eigentlich total schwachsinnig, solche Lebensmittel um jeden Preis mehr oder weniger das ganze Jahr über anbieten zu wollen. So wird die Umwelt unnötig durch den Transport belastet und die einheimischen Bauern haben zusätzliche Konkurrenz beim Verkauf ihrer Güter. Hier sehe ich eine zusätzliche Vernetzung. Die einheimischen Bauern sind darauf angewiesen, dass ihre Produkte gut verkauft werden. Ansonsten ist ihre Existenz nicht gesichert und ihnen droht finanzielle Not (Verbindung zum Blogthema) Durch den Konsum einheimischer Lebensmittel werden also die schweizer Bauern unterstützt und gleichzeitig würde es die Umwelt weniger belasten, wenn man diese Produkte nicht mehr durch ganz Europa transportieren müsste.
Montag, 7. Mai 2007
Vernetzungen gibt es in unserem Leben zahlreiche, man sieht sie oft nur nicht auf Anhieb. Die wohl offensichtlichste ist das soziale Umfeld, sprich die Familie und der Bekanntenkreis. Doch gibt es im Alltag auch andere wichtige Vernetzungen.
Angefangen beim Frühstück. Bis ein Brot bei mir auf dem Tisch ist, sind bereits so viele Arbeitsschritte gemacht worden… Abgesehen von den Tieren und der Natur die die Rohstoffe liefern, braucht es viele Arbeiter, die in Fabriken oder Kleinbetrieben Brote herstellen. Die Betriebe selbst leben wiederum davon, dass ich ihr Produkt überhaupt kaufe. Vernetzungen sind stets Wechselseitige Beziehungen.
Gleich nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof. Auch dort wiederum eine für mich wichtige Vernetzung. Ich kann den Zug nur benützen, da es Arbeiter gibt, die um diese Zeit schon fleissig sind. Der Lokführer fährt mich sicher durchs Rheintal, der Kondukteur kontrolliert mein Billet und der Verkäufer von der RailBar lässt seine Gäste nicht verhungern. Mein Teil in diesem System ist die Fahrt selbst, und die Bezahlung des Tickets. Je mehr wir Zug fahren, desto mehr Geld nimmt die SBB ein. Das Wiederum wirkt sich auf den Komfort in den Zügen aus (man kann neue, noch angenehmere Modelle herstellen) und auf den Fahrplan. Je mehr das Angebot der SBB genutzt wird, desto bessere Verbindungen können diese anbieten, da ihnen mehr Geld zur Verfügung steht.
An der PHR angekommen, bin nicht nur ich von der Institution und den Dozenten abhängig, ohne die ich mich nicht weiterbilden könnte. Auch die PHR lebt von uns Studenten. Was nützt eine Schule ohne Schüler?
Ich breche an dieser Stelle ab, sonst würde die Liste unendlich lange werden…
In Bezug auf unser Thema gibt es auch einige Vernetzungen. Grosse Betriebe zum Beispiel sind (leider) angewiesen auf billige Arbeitskräfte. Müssten sie mehr Geld für deren Entlöhnung ausgeben, wäre die Produktion bedeutend teurer und somit auch das Endprodukt auf dem Markt. Ist das Produkt zu teuer, wird es nicht mehr so oft verkauft und die Firma, muss wiederum die Produktionskosten senken um Profit zu machen. Darunter leiden dann die Arbeiter oder die Qualität des Produkts.
Vernetzungen in der Berufswelt
Da ich während meiner Ausbildung immer irgendwo zusätzlich gearbeitet habe, um mein Studium zu finanzieren, so sehe ich in diesem Bereich verschiedene Kreisläufe, Vernetzungen. Zu unterscheiden sind fünf Systeme. Der Kinderhort als Institution, die Kinder, die Eltern, die Behörden und ich als Teilzeitangestellte. Diese haben alle Auswirkungen, Wechselwirkungen aufeinander.
Schauen wir uns das Ganze auf das Nachhaltigkeitsdreieck bezogen an:
Soziales:
Der Kinderhort an sich bietet eine Dienstleistung an. Diese nutzen die Eltern. Die Eltern bezahlen Geld für diese Dienstleistung und erwarten dafür, dass ihr Kind seriös betreut wird, gut aufgehoben ist.
Der Kinderhort bietet den Kindern einen Aufenthaltsort. Die Kinder wünschen sich dabei, dass sie sich dort wohl und geborgen fühlen.
Die Kinder kommen mit anderen Kindern zusammen, sie lernen gemeinsam spielen, auf andere Rücksicht zu nehmen usw.
Die Eltern, der Kinderhort sowie ich als Angestellte sind aufeinander angewiesen, z.B. durch Informationsaustausch.
Wirschaft:
Die Behörde legt dem Kinderhort verschiedene Auflagen vor, welche dieser zu erfüllen hat. Ausserdem hat die Behörde eine Kontrollaufgabe, gerade bei Beschwerden der Eltern.
In Bezug auf die Umwelt hat diese Vernetzung keinen Einfluss.
Freitag, 4. Mai 2007
Aufmerksamkeit
Bei mir selber sehe ich einige Handlungen, welche man auf die nachhaltige Entwicklung zurückführen könnte. Leider mache ich dies alles jedoch nicht bewusst, sondern aus Gewohnheit und guter Erziehung. Um dies zu konkretisieren, so trenne ich zum Beispiel den Abfall. Dies mache ich jedoch, ohne mir dabei zu überlegen, wieso ich das mache, sondern einfach, weil es bei mir zu Hause so gemacht wird.
Diese "Unbewusstheit" des Themas ist mir in dieser Woche besonders aufgefallen.
In meinem Umfeld habe ich eher gesehen, was nicht / oder falsch gemacht wird. So findet sich auf dem Weg zum Bahnhof jeden Tag irgend in einem Busch oder am Wegrand Abfall. Was soll das? Welche Leute werfen ohne einen Gedanken ihre leeren Verpackungen in die Hecke? Es wäre wirklich kein zusätzlicher Aufwand, die Verpackung in den Abfalleimer zu werfen, welche es überall gibt. In diesem Zusammenhang kommt natürlich auch wieder das Auto fahren zur Sprache. Hat man die Autoprüfung einmal gemacht, so ist es viel bequemer und zeitsparender, mit dem Auto irgendwo hinzufahren, anstatt das Velo oder den Zug zu benützen.
So bin ich diese Woche eher enttäuscht, wie viele Entwicklungen ich sehe, welche nicht auf eine nachhaltige Entwicklung hinweisen.
Mittwoch, 2. Mai 2007
Ich habe diese Woche versucht, bewusst auf die nachhaltige Entwicklung zu achten. Erschreckenderweise sind mir Dinge aufgefallen, die ich sonst gar nicht beachtet habe.
Meine Kollegin zum Beispiel arbeitet in einem Kleidergeschäft, die im Baumwollgeschäft bewusst auf Faire Trade achten. Es heisst, dass die Arbeiter unter guten Bedingungen arbeiten können, dass keine Kinder für die Arbeit missbraucht werden usw. Diese Aktion läuft unter dem Titel „respect!“.
Ich bin jetzt bestimmt schon zwanzig Mal in diesen Laden rein gelaufen, und habe die (zahlreichen) Plakate gar nie wahrgenommen. Ob das wohl anderen Leuten auch so geht? Würde ich jetzt nicht das Fach „Nachhaltige Entwicklung“ besuchen, ginge ich wahrscheinlich immer noch an diesen Werbeplakaten vorbei ohne etwas zu überlegen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob die Leute allgemein noch zu wenig sensibilisiert sind, was das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ betrifft.
Ich denke die Schule ist dafür eine gute Plattform. Man kann bereits die Kindergartenkinder bis zu einem gewissen Punkt auf eine Nachhaltige Entwicklung aufmerksam machen.
Diese Woche war ich Chur. Auf der Strasse sind mir mehrere Bettler aufgefallen. Ich kann mich nicht erinnern in letzter Zeit welche gesehen zu haben. Aufgrund unseres Bloggthemas habe ich mir einige Gedanken dazu gemacht. Und ich weiss einfach nicht recht, wie es so weit kommen kann, dass man auf der Strasse leben muss und sich das Geld erbetteln muss. Ich war immer der Meinung, dass man zwar arm sein kann, und ums überleben kämpfen muss, aber ich habe das Gefühl, dass man in der Schweiz nicht auf der Strasse leben muss. Es gibt immer einen anderen Weg. Ich denke, es gäbe genügend Institutionen, die einem noch rechtzeitig helfen könnten. Auch habe ich das Gefühl, so hart das alles vielleicht tönen mag, dass man immer eine „Drecksarbeit“ findet um Geld zu verdienen, man muss nur wollen…
In den letzten Tagen habe ich versucht, bewusst auf meine Lebensweise zu achten und mich zu hinterfragen. Ich musste feststellen, dass ich momentan sehr von mir selber (Schule, Alltag,....) eingenommen bin. Selten habe ich bewusst nachhaltig gehandelt, oder mir Gedanken über eine alternative, nachhaltigere Variante meines Handelns gemacht. Ein Beispiel dafür ereignete sich am letzten Sonntag. Wieder einmal benutzte ich ohne gross zu überlegen das Auto, um kurz etwas zu erledigen. Als ich also auf der Autobahn war und das Strahlend schöne Wetter betrachtete, dachte ich mir plötzlich, dass ich mein Vorhaben eigentlich auch mit dem Zug oder dem Fahrrad hätte erledigen können.
Einerseits geben mir die aktuellen Veränderungen im Klima sehr zu denken und andererseits erwische ich mich selber dabei, Gedankenlos und absolut nicht nachhaltig zu handeln. Ich hoffe, dass mir das in nächster Zeit mehr gelingen wird.
Beim Betrachten meiner Mitmenschen fiel mir auf, dass sich viele meiner Freunde viel Gedanken über die Entwicklungen in unserer Umwelt und allgemein in unserem Umfeld machen. Trotzdem kommen immer wieder Situationen vor, in denen man in ein Dilemma kommt und bemerkt, dass man eventuell anders hätte handeln können.
Erneut kann ich eine Situation vom letzten Wochenende schildern. Am Samstagabend wollte ich mit Freunden draussen grillen gehen. Da aufgrund der Trockenheit in vielen Kantonen aber Feuerverbot herrschte, wollten wir unsere Pläne anfänglich ändern. Als uns aber einfeil, dass im Fürstentum Lichtenstein kein Feuerverbot bestand, war unsere ursprüngliche Idee schnell wieder aktuell. Wir suchten uns also ein schönes Plätzchen am Rhein, weit weg von Bäumen und anderen Pflanzen und fingen an zu grillen. Irgendwann realisierten wir aber, dass es eigentlich total widersprüchlich ist, dass auf der einen Seite des Rheins Feuerverbot besteht und auf der anderen nicht. Da wir aber sehr vorsichtig waren und extra darauf achteten, weit weg von brennbaren Sachen Feuer zu machen, konnten wir unser Gewissen beruhigen. Viele Leute machten jedoch ihr Feuer frisch und fröhlich inmitten von Bäumen und Sträuchern. Dies fanden wir sehr bedenklich.