Mittwoch, 2. Mai 2007

Bin ich achtsam?

In den letzten Tagen habe ich versucht, bewusst auf meine Lebensweise zu achten und mich zu hinterfragen. Ich musste feststellen, dass ich momentan sehr von mir selber (Schule, Alltag,....) eingenommen bin. Selten habe ich bewusst nachhaltig gehandelt, oder mir Gedanken über eine alternative, nachhaltigere Variante meines Handelns gemacht. Ein Beispiel dafür ereignete sich am letzten Sonntag. Wieder einmal benutzte ich ohne gross zu überlegen das Auto, um kurz etwas zu erledigen. Als ich also auf der Autobahn war und das Strahlend schöne Wetter betrachtete, dachte ich mir plötzlich, dass ich mein Vorhaben eigentlich auch mit dem Zug oder dem Fahrrad hätte erledigen können.
Einerseits geben mir die aktuellen Veränderungen im Klima sehr zu denken und andererseits erwische ich mich selber dabei, Gedankenlos und absolut nicht nachhaltig zu handeln. Ich hoffe, dass mir das in nächster Zeit mehr gelingen wird.

Beim Betrachten meiner Mitmenschen fiel mir auf, dass sich viele meiner Freunde viel Gedanken über die Entwicklungen in unserer Umwelt und allgemein in unserem Umfeld machen. Trotzdem kommen immer wieder Situationen vor, in denen man in ein Dilemma kommt und bemerkt, dass man eventuell anders hätte handeln können.
Erneut kann ich eine Situation vom letzten Wochenende schildern. Am Samstagabend wollte ich mit Freunden draussen grillen gehen. Da aufgrund der Trockenheit in vielen Kantonen aber Feuerverbot herrschte, wollten wir unsere Pläne anfänglich ändern. Als uns aber einfeil, dass im Fürstentum Lichtenstein kein Feuerverbot bestand, war unsere ursprüngliche Idee schnell wieder aktuell. Wir suchten uns also ein schönes Plätzchen am Rhein, weit weg von Bäumen und anderen Pflanzen und fingen an zu grillen. Irgendwann realisierten wir aber, dass es eigentlich total widersprüchlich ist, dass auf der einen Seite des Rheins Feuerverbot besteht und auf der anderen nicht. Da wir aber sehr vorsichtig waren und extra darauf achteten, weit weg von brennbaren Sachen Feuer zu machen, konnten wir unser Gewissen beruhigen. Viele Leute machten jedoch ihr Feuer frisch und fröhlich inmitten von Bäumen und Sträuchern. Dies fanden wir sehr bedenklich.

2 Kommentare:

naidn hat gesagt…

Mir ist es am Wochenende ähnlich gegangen. Auch ich wollte grillieren, aber musste die Grillade ebenfalls absagen, wegen der Trockenheit.
Ich habe aber nicht gewusst, dass es im Fürstem Liechtenstein noch erlaubt ist. Bin auch gerade ziemlich erstaunt darüber. Wie ist es möglich, dass rund herum überall ein Verbot gilt, und dort nicht? Ich frage mich jetzt natürlich, ob die Liechtensteiner die Situation wie sie momentan ist, nicht beunruhigend finden, oder ob sie sich gar nicht darum kümmern?

Tatj hat gesagt…

Dein Beispiel mit dem Grillieren hat mich etwas schockiert. Wie so oft geht es allein darum, die Bedürfnisse des Menschens zu befriedigen. In der momentanen Trockenheit weiss du, dass es gefährlich ist zu grillieren (an manchen Orten sogar verboten). Trotzdem wird ein Weg gesucht, sein Grillbedürfnis zu befriedigen. Also kann man ja diese Trockenheit gut umgehen, wenn man auf die andere Seite des Rheins geht. Denkst du wirklich, dass es dort weniger trocken ist? Solche Dinge verstehe ich nicht. Die Menschen sind überhaupt nicht bereit, zu Gunsten der Natur auf seine Interessen zu verzichten.