Da ich diese Woche die Zeitung mit einem geschärften Blick für die Nachhaltigkeit durchgeblättert habe, sind mir doch einige unterschiedliche Themen ins Auge gestochen. So sind die Ozonwerte zu hoch, die Löhne zu tief oder das Rauchen ungesund. Besonders beschäftigt haben mich aber die verschiedenen Berichte über die Dürre in der Schweiz. So sind im Wallis, in Jura, im Tessin, in Graubünden und in Freiburg verschiedentlich Waldbrände ausgebrochen. Darauf hin haben einige Kantone ein Feuerverbot ausgesprochen.
Ich kann mich noch gut an das letzte Jahr erinnern. Im Juli war es enorm trocken in der Schweiz, es durfte nirgends mehr ein Feuer gemacht werden. Die normalerweise grünen Wiesen waren braun und mehr Erde als Wiese. Kurz vor dem 1.August gab es allerlei Diskussionen wegen der drohenden Gefahr durch Feuerwerkskörper.
Nun wie erwähnt, schon letztes Jahr war es trocken in der Schweiz. Doch der Unterschied liegt darin, dass jetzt erst April ist. Wie kommt das im Hochsommer heraus, wenn jetzt schon eine solche Dürre herrscht? Der Wetterbericht sieht auch in den nächsten Tagen kein Regen vor.
Ich habe sehr gern heisses und sonniges Wetter. Trotzdem haben mich diese verschiedenen Berichte sehr beschäftigt. Stimmt etwas mit dem Klima nicht, dass die Auswirkungen so gross und direkt sichtbar sind? Das wäre sehr beängstigend ...
Betrachte ich das Nachhaltigkeitsdreieck in Bezug auf die Trockenheit in der Schweiz, so kann ich folgende Aussagen machen:
In Bezug auf die Ökologie herrscht ein Ungleichgewicht. Es ist zu trocken. Dies schadet unserer Natur.
Für die Ökonomie ist diese Trockenheit eventuell gut. So wird mehr Wasser und Strom verbraucht für die Bewässerung. Auch kaufen die Menschen mehr Ventilatoren und essen mehr Eis. Da die Ernte teilweise kaputt geht durch diese anhaltende Trockenheit, können die Produkte später teurer verkauft werden, da sie rar sind.
Einen sozialen Aspekt sehe ich bei diesem Problem nicht direkt. Auch zu unserem Gruppenblog Thema ist für mich kein Zusammenhang ersichtlich.
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8 Kommentare:
Du hast geschrieben, dass die Trockenheit für die Ökonomie vielleicht gut ist. Ich denke da anders. Wir bräuchten Wasser um die Felder zu bewässern. Doch woher nehmen wir das Wasser? Das kann nämlich keine Industrie produzieren.
Und mehr Strom verbrauchen schadet wiederum unserer Umwelt. Für mich hat das Problem auch einen sozialen Aspekt. Es gibt wahrscheinlich Menschen auf der Welt, die irgendwann gar keinen Zugang zu Trinkwasser mehr haben. Oder ich denke da auch an unsere Schweizer Bauern, die ohnehin schon wenig verdienen - ein Ernteausfall könnte ihr Ruin bedeuten...
Ich denke, dass die Trockenheit auf Ökonomie eher negative Folgen haben könnte. Da wir immer weniger Wasser haben, können wir vielleicht bald die Felder nicht mehr genügend bewässern. Dies würde zu Ernteeinbussen führen und somit zu einer Preiserhöhung der betroffenen Produkte auf dem Markt. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Leute diese Produkte dann nicht mehr kaufen würden. Für mich sind das eher negative Auswirkungen. Auch sozial hätte es Folgen. Viele Leute wären in ihrer Existenz gefährdet, da ihr Betrieb durch die Einbussen in Gefahr ist...
Auch mich erschreckt diese Klimaveränderung. Ich frage mich, wie das wohl weitergeht. Wird in 50 Jahren der Sommer schon im Februar beginnen (anstatt im April)? Werden wir überhaupt noch Schnee haben hier in der Schweiz? Dies macht Angst, da ich als Einzelperson keine Möglichkeit habe, etwas dagegen zu tun. Andererseits geniesse ich das momentane schöne Wetter und fahre mit dem Auto umher. Ich hoffe, dass unsere Wissenschaftler viele gute Erfindungen machen, damit unser Leben umweltfreundlicher wird. Ich denke, dass sich in der nächsten Zeit einiges ändern wird und dass viele Menschen nun mehr auf die Umwelt sensibilisiert sind.
Mir geht es ziemlich gleich wie dir: die momentane Klimasituation beschäftigt mich sehr... Seit den Ostern hatten wir keinen Regen mehr, und es ist erst Frühling. Doch heute Morgen hörte ich im DRS3, dass es EVENTUELL am Dienstag flächendeckend regnen könnte. Aber dies sei nur ein Zwischentief, das nächste hoch warte schon:-) Ich bin echt gespannt, was das Wetter im Juli/August macht...
Ich glaube nicht, dass die Trockenheit ein positiver Aspekt in der Ökonomie ist. Ist es ökonomisch, wenn durch die Trockenheit Pflanzen zu Grunde gehen? Sicher nicht. Deshalb braucht man wiederum Wasser, um die Felder und Äcker zu bewässern. Dies kostet Geld und schöpft von unseren sowieso knappen Wasser – Resourcen. Es ist somit wie in einem Teufelskreis. Es scheint mir nicht ökologisch, so viel Wasser zu verschwenden. Wir verschütten das Wasser auf den Feldern und andere Menschen haben nicht einmal Wasser zum trinken. Hier liegt in meinen Augen der soziale Aspekt. Werden die Äcker und Felder jedoch nicht bewässert, können die Bauern mit Ernteeinbussen rechnen, was finanzielle Massnahmen haben wird. Und wer entlöhnt dann die Bauern? Eine wiederum andere soziale Frage.
Kaum zu glauben, dass ich jetzt, im April, schon Lust bekomme im Bodensee baden zu gehen... doch wenn es so heiss und so trocken ist, zieht es einen so richtig dahin.
Wie du geschrieben hast, frage auch ich mich, wie dieser Sommer wohl wird. Wird es unerträglich heiss werden? Verschiebt sich einfach das Klima, dass es im Sommer sehr kalt und nass wird?
Bei dieser momentanen Hitze lockt mich der Norden auf jeden Fall mehr, weshalb ich die Sommerferien wahrscheinlich in Skandinavien verbringen werde.
Was du geschrieben hast beschäftigt viele Menschen. Auch die längerfristigen Prognosen der Klimaveränderung sind nicht optimal. Natürlich freuen wir uns über das schöne Wetter schon im April. Mich hat jedoch der letzte Winter schon etwas erschreckt: Ich habe gar nie so richtig gefrohren und konnte immer mit dem Velo zum Bahnhof fahren. Das habe ich noch nie erlebt. Da fragt man sich schon: Wie geht das weiter und welche Konsequenzen hat das?
Habe diese Woche einen Beitrag in der Tagesschau gesehen, dass die Trockenheit für die Gemüsebauern ein Segen ist. So lange sie noch bewässern können! Ich finde es noch schwierig abzuschätzen, ob die Trockenheit für die Ökonomie gut ist oder nicht. Haben Naturkatastrophen und die Klimaveränderung wirklich einen Zusammenhang, ist es für die Ökonomie meines Erachtens schädlich, da durch die Wetterextrem enorme Schäden entstehen.
Ein sozialer Aspekt der Trockenheit und der Hitze sehe ich bei den alten Leuten. So habe ich im Jahrhundersommer 2003 gelesen, dass infolge der Hitze in Frankreich 10 000 ältere Leute infolge der Hitze gestorben sind, was sie bei einem "normalen" Sommer nicht wären.
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