Mittwoch, 25. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Ich stiess gestern in der NZZ auf einen Artikel über den beängstigend tiefen Wasserspiegel des Po. Die lange anhaltende Trockenheit führt dazu, dass das Wasser im Po rapide abnimmt. Dies hat nicht nur für die Umwelt verheerende Folgen. Auch die Landwirtschaft, die in der Po-Ebene bekanntlich sehr stark vertreten ist, leidet massiv unter der lang anhaltenden Trockenheit. Die Agrarproduktion ist auf das Wasser des Po angewiesen, da es unter anderem für die Bewässerung der Felder gebraucht wird!

Diverse Wasserkraftwerke beziehen ebenfalls Wasser für die Stromproduktion aus dem Po. Es stellt sich nun die Frage, ob diese das Wasser der Landwirtschaft abgeben sollten. Dies würde jedoch voraussichtlich zu Stromausfällen in Norditalien führen.

Es entstehen somit also diverse Spannungsfelder. Einerseits sind durch die gefährdete Existenz vieler Landwirtschaftsbetriebe die Arbeitsplätze vieler Menschen in Gefahr. Andererseits würden durch den sinkenden Anbau der betroffenen Lebensmittel die Preise auf dem Markt steigen.
Schlussendlich besteht also die Wahl zwischen einem Stromengpass und schweren sozialen, ökologischen sowie auch ökonomischen Auswirkungen.

Schaut man auf die Grundursache der ganzen Problematik, so kommt man wieder einmal auf die Erderwärmung, die unter Anderem durch die immer schlimmer werdende Umweltverschmutzung verursacht wird. Es ist erneut ein Aufruf zu nachhaltigem Handeln.

Einen direkten Bezug zu meinem Blog-Thema kann ich nicht herstellen. Allerdings kann ich eine Verbindung zur Armut in Italien finden: Da durch die Dürre ja auch Arbeitsplätze in Gefahr sind, könnte die Armut in Italien zunehmen. Die Menschen in dieser Umgebung sind sehr auf die Agrarwirtschaft angewiesen. Bei diesem Beispiel sieht man sehr gut, wie die drei Faktoren Ökologie, Ökonomie und das Soziale zusammenspielen.

2 Kommentare:

naidn hat gesagt…

Auch ich bin heute auf einen Artikel zu diesem Thema gestossen. Unterdessen möchte die italienische Regierung in Rom den Notstand ausrufen, da dies die Hilfen für die Industrie und die Landwirtschaft erleichtern würde. Der Notstand würde Massnahmen zur Rationilisierung von Wasser ermöglichen.
Das gibt schon recht zu denken, dass es bereits im April eine erste Dürreperiode gibt. Wie soll denn das im Sommer weitergehen?
Bis jetzt hatten wir in der Schweiz selten Probleme, was die Menge an verfügbarem Wasser betrifft. Ich denke aber, dass es auch uns bald treffen könnte, wenn das mit der Erderwärmung so weiter geht wie bisher.

Tatj hat gesagt…

Wie du weiter oben lesen kannst, hat auch mich dieses Thema sehr beschäftigt.
Wir leben hier sorglos vor uns hin und es ist und gar nicht bewusst, was da gerade geschieht!
Mich hat in deinem Beitrag das aufgezeigte Spannungsfeld zwischen der Ökonomie und der Ökologie fasziniert. Die verschiedenen Blickwinkel sind spannend.
Ich denke, da auch der Winter sehr schneearm und warm war, begünstigt natürlich die Entwicklung noch, dass die Flüsse zu wenig Wasser haben.
Tatjana Bänziger, Lg C 04